Madeira 2018

15. September 2018 – Früh aus den Socken

Um 03:30 aufstehen ist nicht das, was ich mir in meinem Leben wünsche geschweige denn vorstelle. Allerdings gibt es eine Ausnahme; sollte dieses frühe „aus-dem-Bett-quälen“ dazu beitragen, einen Flug in den Urlaub anzutreten, bin ich dabei.

Die Verbindung besteht ab 06:30 ab Düsseldorf mit Umstieg in München und dann dem Weiterflug direkt nach Funchal, dem Flughafen auf Madeira.

Lufthansa Business Class

Relativ pünktlich ging es einmal mehr mit der Lufthansa ab Düsseldorf nach München. Aufgrund sehr guter Konditionen habe ich für meine Flüge Tickets für die BusinessClass gegönnt und wurde bereits auf der Strecke nach München mit einem excellenten Service belohnt.

Allein das erste Frühstück und der Getränkeservice sind neben der erhöhten Anzahl an Meilen für das Reward-Programm bei Miles & More den Aufpreis wert. Daneben ist das Priority-Borading, der zusätzliche Freiraum am Platz und weitere Annehmlichkeiten den Aufpreis in einem gewissen Rahmen wert.

Besonders spannend wurde es, als ein Fluggast seiner Freundin über die Bordsprechanlage zum Geburtstag gratulierte und ihr im gleichen Zuge einen Heiratsantrag machte. Konnte die Dame bei so viel Phantasie und Aufwand seitens ihres Freundes da noch Nein sagen…?!

In diesem Zuge möchte ich mich ausdrücklich und von Herzen für einen des besten Services bedanken, den ich an Bord eines Fluges mit Lufthansa genossen habe. Die Flugbegleiterinnen waren herzlich, emotional positiv bei den Gästen und hatten definitiv Freude an ihrem Beruf, den sie in ihrem Herzen zur Berufung gemacht haben.

In München ging es direkt von einem Flugzeug in das nächste. Eine Verspätung aufgrund diverser Komplikationen mit der Lage des Gepäcks im Frachtraum ließ mich unberührt, galt es doch nun keinen Anschluss mehr zu versäumen. Der Flug nach Funchal auf Madeira verlief ruhig und mit einem ebenfalls sehr guten Service und das erneut dargebotene warme Frühstück machten mehr als satt.

Sehr zu loben auch die Qualität des Frühstücks:

Mit nur wenig Verspätung erfolgte die sichere Landung auf Madeira, was aufgrund der Lage des Flughafens nicht gerade selbstverständlich ist. Madeiras Flughafen liegt im Ostteil der Insel und ist umgeben von dem offenen Atlantik und einem steil ansteigenden Berg. Verwirbelungen der Luft führen hier oft zu äußerst turbulenten Momenten insbesondere im Endanflug. Der Flughafen erfordert für die Piloten auch eine spezielle Einweisung und ist nur mit spezieller Freigabe gestattet.

Das folgende Bild erläutert die Situation recht anschaulich:

So gerne ich fliege… jetzt war ich froh, an meinem Ziel angekommen zu sein und meinen Mietwagen abholen zu können, um zu meiner angemieteten Ferienwohnung zu kommen. Ein letzter Blick auf die A 320 von Lufthansa…

…ein Willkommen im Ankunftsbereich des Flughafens von Funchal..

…und der Weg führte mich über diese Brücke zu meinem Mietwagen von AVIS.

Der Rest des Tages verlief ohne spektakuläre Ereignisse. Eine herzliche Begrüßung durch die Vermieterin folgte das Einkaufen von Lebensmitteln für die nächsten Tage und und ein früher Weg ins Bett… Die kurze Nacht zuvor ließ grüßen…

Bald geht es weiter… 🙂

16. September 2018 – Porto Moniz

Heute sollte der Tag erst beginnen, nachdem ich reichlich Schlaf genossen hatte. Ein kräftigendes Frühstück kam gerade recht und so beschloss ich, im Verlaufe des Tages eine kleine Tour in den Nordwesten der Insel Madeira zu unternehmen.

Der Weg führte zunächst nach Paul do Mar, um zu sehen, ob dort eine gute Dünung anlag. Paul do Mar ist als der Ort auf Madeira bekannt, der bei Surfern wegen der hohen und langen Wellen besonders beliebt ist. Heute war das jedoch leider nicht der Fall; es gab zwar hin und wieder ein paar kräftige Wellen, die sich brav an der Küste brachen, dennoch zeigte sich der Atlantik zur Zeit recht zivil und ruhig.

Der Strand in Paul do Mar besteht aus rundgeschliffenen Felsbrocken und lädt nicht gerade zum bequemen Liegen ein. Sammler von Lapas, den auf Madeira gern angebotenen Napfmuscheln kommen jedoch voll auf ihre Kosten und werden in den vielen Nischen zwischen den Felsen reichlich fündig.

Der Ortskern von Paul do Mar ist nicht gerade belebt; einige Minuten reichen und ihr seid einmal quer durch die Gasse geschlendert, in der das Leben der Bewohner von Paul do Mar stattfindet.

Ein Blick zurück auf Paul do Mar aus einer erhöhten Perspektive.

Wenn du mit einem Leihwagen entlang der kleinen Straßen fährst, wirst du immer wieder auf kleine Verkaufsstände an den Straßenrändern stoßen, an denen lokale Bauern ihre Früchte anbieten. Es lohnt sich, anzuhalten und sich das Angebot anzuschauen; die Preise sind äußerst günstig und die Waren sind frisch und reif. Hier habe ich ein Kilo weiße Feigen für lediglich 3 Euro gekauft und die Damen waren so freundlich, mich auch zum Fotografieren einzuladen.

Die Bäckerei und Pastelaria Panoeste ist ebenfalls regelmäßiger Anlaufpunkt auf Madeira. Die Vielfalt der angebotenen Backwaren ist überwältigend und sie schmecken einfach lecker. Auch bei den Preisen ist alles gut – ein Milchkaffee, der hier Galão heißt und ein Stück Torte kosten gerade einmal 3,50 Euro für gute hausgemachte Qualität.

Am Abend kommen hier die Nachbarn zusammen und genießen das eine oder andere Bier oder auch einen hausgemachten Cocktailoder weitere portugiesische Spezialitäten.

Der Weg führte nach dieser Stärkung weiter nach Porto Moniz ohne allerdings in diese Ortschaft hineinzufahren. Porto Moniz wirkt aus einem oberhalb gelegenen Aussichtspunkt beobachtet wie ein Verkehrsübungsplatz und ist selbst zur Saison recht verlassen. Eine der Besonderheiten dieser Ortschaft sind die Piscinas Naturais – die natürlichen Schwimmbecken. Diese Schwimmbecken sind eine Kombination aus in den natürlichen Küstenverlauf integrierten Wällen, die durch die höhen Wellen des Atlantik regelmäßig überspült werden und so immer für eine naturbelassene Fluktuation frischen Meerwassers sorgen. So wird in einem Schwimmbad jedwede Technik entbehrlich und das Badevergnügen in den überbordenden Wellen optimal und doch sicher.

Zurück ging es über die westlich gelegene Hochebene Madeiras. Oftmals liegt eine Seite der Insel, meist die nördliche, ein wenig in Wolken verhüllt, während die andere Seite sonnenbeschienen ist. Ohnehin ist die Nordseite Madeiras die Seite mit dem meisten Regen während auf der Südseite mit deutlich mehr Sonne gerechnet werden kann.

Mit einigen Bildern aus der Hochebene lasse ich euch heute alleine, bedanke mich für eure Treue in meine Reisen und wünsche euch noch alles Gute.

17. September 2018 – Funchal

Auf dem Weg nach Funchal, der Hauptstadt Madeiras, habe ich rückblickend das Haus aufgenommen, das mich während der aktuellen 14 Tage beherbergt:

Ich werde diesem Haus einen eigenen Beitrag widmen und es euch in vielen Details vorstellen; doch jetzt zunächst weiter nach Funchal.

Wer mit dem Mietwagen entlang der Küsten Madeiras fährt, wird über eine Ringstraße mit einem genialen Tunnelsystem geführt. Tunnel, Brücken und immer wieder die Aussicht auf den Atlantik haben mich dazu veranlasst, Madeira als „Eine Insel mit drei Bergen“ zu taufen – frei nach Jim Knopf und Lucas dem Lokomotivführer.

Funchal selber ist eine Stadt, die an die Hänge rund um den Hafen gebaut wurde. Vom Meeresspiegel auf mehr als 600 Meter Höhe reichen die Gebäude und wer  it dem Auto unterwegs ist, fährt durch mehr oder minder kleine Gassen entweder nach oben oder nach unten.

Der Hafen von Funchal wird fast täglich von mehreren Kreuzfahrtschiffen angelaufen – nur heute lag keines am Pier. Dafür ist der Hafenbereich mit der Promenade in den letzten Jahren erweitert und restauriert worden und bietet den Besuchern wie auch den lokal ansässigen Madeirensern eine kleine Insel der Erholung. Wer seine Augen und Sinne öffnet, kann auch schon einmal aus den geometrischen Formen Fotokunst gestalten:

Im Yachthafen gibt es auch für Touristen mit den entsprechenden finanziellen Mitteln Möglichkeiten – z.B. die Variante des Big-Game Fishings. Einige Hundert Euro sollten dann aber schon in der Brieftasche stecken, denn diese Ausflüge sind entsprechend teuer.

Wenn du dich am Yachthafen umdrehst, hast du freien Blick auf den Ostteil Funchal’s:

Zurück in die City durch eine kleine beschauliche Allee: Funchal ist eine liebevoll gestaltete Stadt mit vielen kleinen Restaurants und Cafe’s. Verhungern oder verdursten wirst du hier niemals.

Mehrere kleine Parks laden zum Verweilen ein und mir ist es immer eine Freude, anderen Menschen aus einem Cafe oder von einer Bank zuzuschauen, wie sie sich ihrem alltäglichen Tagesablauf ergeben.

Blandy’s ist eine Weinmanufaktur/Weinlodge, die seit 1811 auf Madeira anzutreffen ist. In Funchal gibt es eine Ausstellung mit der Möglichkeit der Weinverkostung des weltberühmten Madeiraweines. Wenn du einen echten Madeirawein kaufen möchtest, solltest du tatsächlich zu den hochpreisigen Produkten greifen – die in den Supermärkten angebotenen Madeiraweine kommen an die Qualität der Markenprodukte bei weitem nicht heran. Nachfolgend ein Foto des Eingangsbereiches der Firma Blandy’s, in dem du wie schon angesprochen eine informative Führung und Verkostung erleben kannst:

Ein Teil Funchals war an diesem Tag mit einigen Verkaufsständen versehen. Du hattest die Möglichkeit, von den verschiedensten Produkten – oft inseltypisch – zu kosten. Hierzu gehört neben dem Madeirawein auch der Poncha, eine Mischung aus Zuckerrohrsaft, Bienenhonig und Zitronensaft.

Ein kurzer Blick in die Kathedrale Funchal’s:

und vorbei an dem Mercado de Lavradores. Dieser Markt bietet auf 2 Etagen Blumen, Früchte, Obst und Gemüse in vielfältigen Variationen an. Allerdings ist er inzwischen sehr durch Touristen geprägt und entsprechend schlitzohrig sind die Anbieter. Ein Bummel durch die Etagen kann ganz interessant sein, jedoch empfiehlt es sich nicht unbedingt, hier seinen Vorrat an Obst und Gemüse für eine Woche zu kaufen.

Neu und alt direkt nebeneinander:

Auch in Funchal anzutreffen: Die Tauben, welche auch hier stellenweise gefüttert werden.

Bei Bauarbeiten in Hafennähe wurden diese historischen Ruinen gefunden und konserviert:

Vielfach werden „Bolo do Caco“ verkauft. Ein Bolo do Caco ist eine Brot/Brötchen, das aus Süßkartoffelteig hergestellt wird und richtig lecker schmeckt. Belegt werden kann es mit allem, was die Phantasie so zulässt.

Auf MAdeira und insbesondere in Funchal gibt es ein sehr gut ausgebautes Nahverkehrsnetz, das dich leicht und für wenig Geld von einem Punkt zu einem anderen kommen lässt. Selbstverständlich kannst du auch mit dem Taxi fahren; jedoch sind die Taxifahrer hier wie anderswo Schlitzohren, wenn es um die Gewinnmaximierung geht. Ohnehin ist es für dich besser, wenn du einen Leihwagen mietest. So hast du die Möglichkeit, die ganze Insel nach deinen Wünschen zu erkunden.

Die klare Sicht hat es am Spätnachmittag erlaubt, die Ilhas Desertas zu sehen, die sich in der Abendsonne in 35 Kilometern Entfernung präsentierten. Die Ilhas Desertas sind wegen ihres Wassermangels nicht bewohnt; es gibt lediglich eine kleine Forschungsstation.

Da am Kreuzfahrtpier kein Schiff anlag ging es also weiter durch das Zentrum mit einem schönen Blick über die westliche Tangente – die Zubringerstraße zur Autobahn.

Auch die östliche Tangente war hier zu sehen und gab den Blick auf die auf Stelzen verlaufende Autobahn und die Seilbahn frei, die zum botanischen Garten führt:

Wenn du nach einer solchen Wanderung hungrig geworden bist, empfiehlt sich der Weg in eines der vielen Restaurants oder lokalen Speisebetriebe – der nächste ist bestimmt gleich um die Ecke. Meine Empfehlung ist es jedoch, keines der Restaurants aufzusuchen, die wunderschön eingedeckt sind und an denen du aktiv angesprochen wirst aufzusuchen. Das Preis-Leistungsverhältnis in diesen Betrieben ist suboptimal und oftmals ist es mit dem symphatischen Service vorbei, sobald du Platz genommen hast.

Der Weg zurück zu meinem Domizil führte über eine Bergstraße vorbei mit einem phantastischen Ausblick über Täler hinweg auf die gegenüberliegenden Siedlungen:

Abschließend ein Blick auf den nie freigegebenen Yachthafen zwischen Ponta do Sol und Ribeira Brava:

Dieser Hafen wurde entgegen der Warnung von kundigen Fischern errichtet, die davor warnten, an dieser Stelle einen Yachthafen anzulegen. Ihrer Ansicht nach ließ es die Brandung und die Lage des Hafens nicht zu, ihn dauerhaft in Betrieb zu nehmen. Leider hat sich die Politik und die Finanzgier der Anleger durchgesetzt – heute steht hier eine Bauruine, die immer noch durch Wellblechzäune der Sicht entzogen ist. Von der Bergstraße bietet sich jedoch eine wunderbar freie Sicht, die bereits zeigt, wie die Mole bereits durch die Anlandenden Seen zerstört wurde.

19. September 2018 – Nebelwanderung

An sich sollte das Wetter im September wirklich gut sein. An den Küsten war es das auch; nicht jedoch im Gebirgsbereich Madeiras. Die Wanderung des heutigen Tages fing noch bei wunderbaren Sonnenschein an:

Durch Lockere Anpflanzungen von Stinklorbeerbäumen ging es ein wenig bergauf in eine Ebene mit Farnen:

Noch war die Sicht recht gut, doch es bildeten sich bereits Nebelfetzen, die sich zu Nebelbänken verdichteten und die Sichtweite immer mehr einschränkten:

Dessen ungeachtet lass ich mir natürlich die Freude an der Wanderung nicht nehmen, den wenn man schon einmal 40 Minuten Anfahrt hinter sich hat, sollte auch die Wanderung an sich Freude bereiten – und daß es so kommen sollte war an sich  nur zu erwarten; zumindest aus fotografischer Hinsicht kamen noch insbesondere durch den Nebel tolle Motive vor die Linse.

Der mittlerweile dich Nebel ließ nur noch Schemen erkennen und obwohl ich diesen Weg bereits vor 3 Jahren in bestem Sonnenschein erlebt habe, sollte es nun erforderlich sein, sich konzentriert zu orientieren.  Die teilweise belaubten und dann wider knorrigen kahlen Äste der Bäume gaben ein wunderbares Motiv für stimmungsvolle Fotografie ab:

Moose und flechten warteten beidseits des Weges auf ihre Entdeckung:

Die Bäume und ihre Formen wurden immer skurriler:

Und endlich erreichte ich mein Lieblingsmotiv, das mich bereits vor 3 Jahren in den Bann gezogen hatte: Inmitten des Nebels kommt die Skurrilität des Baumes mit seinen ausgeformten Ästen excellent zur Geltung:

Doch auch andere Motive öffneten sich Stück für Stück und Schritt für Schritt:

Auf der Rückfahrt von der Wanderung  entschied ich mich für ein kurzes Stelldichein im Jungle Rain Cafe:

LAnge Zeit habe ich über die Namensgebung dieses Cafes/Restaurants nachgedacht – jetzt ist mir klar, warum dieses auf mehr als 1000 Metern Meeresspiegel gelegene Gasthaus „Jungle Rain“ genannt wurde 😉

Einen weiteren Stop legte ich in Ponta do Sol ein, dem sonnigsten Ort Madeiras – so sagen die Madeirenser. Ich empfehle dringend, die Parkgebühren zu entrichten; der Mann bzw. die Frau mit den Strafzetteln ist nie zu sehen, jedoch hast du garantiert nach 10 Minuten deinen Strafzettel, wenn du nicht zahlst.

Ponta do Sol hat eine kurze aber schön anzuschauende Uferpromenade an der sich das Enotel Baia befindet; ein durchgehendes Hotel hinter unterschiedlich gestalteten Fassaden. Im Gegensatz zu Hotelbunkern wurde so die ländlich anmutende kleinräumige Fassadengestaltung bewahrt, die Madeira unter anderem sympathisch macht:

Der Blick nach Osten öffnet die Sicht auf den bereits angesprochenen nicht nutzbaren Yachthafen und weiter auf die östliche Südküste Madeiras:

Und auf der anderen Seite reicht der Blick bis hinter Calheta nach Jardim do Mar:

Eine ehemalige Tunneldurchfahrt wurde kurzerhand zum Parkplatz umfunktioniert; der Platz ist kostenfrei und als weiterer Vorteil heizt das Auto dort nicht in der Sonne auf.

Ob dieses Fahrrad wohl einen E-antrieb hat? Bei den Steigungen auf Madeira wäre das nur zu vermuten:

Das Kino in Ponta do Sol dient auch heute noch als gesellschaftlicher Treffpunkt der Region:

So geht ein langer und inhaltsreicher Tag auf Madeira dem Ende entgegen… – bald erwarten euch neue Abenteuer von der wunderschönen Blumeninsel Madeira.

20. September 2018 – Richtung Nordost

Etwa mittig der Insel Madeira gibt es die Gelegenheit, in einem Taleinschnitt von Ribeira Brava nach Sao Vicente zu fahren. Die ehemalige Passstraße wurde zwar durch einen langen Tunnel ersetzt, jedoch ist sie weiterhin geöffnet und bietet einfach herrliche Ausblicke – hier zunächst der Blick zurück gen Süden Richtung Ribeira Brava:

und hier der Blick in das Tal Richtung Osten und Pici Ruivo, dem mit 1862 Metern höchsten Berg auf Madeira:

Madeira ist auch als Blumeninsel bekannt. Im Gegensatz zu den Kanaren blüht und grünt es überall und das sogar während jeder Jahreszeit.

Im Anschluss an die Überquerung des Hauptkammes gibt das nächste Tal den Blick auf die Nordküste im Bereich der Ortschaft Sao Vicente frei:

Saht schön ist der harmonisch in die Natur integrierte Ackerbau zu sehen, in dem viele unterschiedliche Produkte auf kleinräumigen Feldern angebaut werden und somit die Nachteile der Monokultur vermieden werden.

Erneut eine für Madeira typische Blume, die ‚Blaue Lilie‘, die es allerdings auch in weißer Variante überall zu sehen gibt.

Auch der Norden Madeiras ist mittlerweile von einer Vielzahl moderner Tunnelsysteme durchzogen. Die alte Küstenstraße zwischen Sao Vicente und Arco de Sao Jorge ist jedoch auch noch befahrbar und eine echte Herausforderung:

Ein kurzer Rückblick auf das kleine Örtchen Ponta Delgada:

Und weiter geht der Blick auf die östlich gelegene Nordküste Madeiras Richtung Sao Jorge:

Ein Taleinschnitt bei Boaventura muß durchfahren werden und eröffnet wunderschöne Sichten auf die gegenüberliegenden Siedlungen:

Ein Aussichtspunkt bei Arco de Sao Jorge gibt weitere Sichten frei.

Ein Obsthändler verkauft seine Waren zu vergleichsweise geringen Preisen, die um die Hälfte unter den Preisen im Supermarkt liegen. Ein Kilo Maracuja kostet z.B. lediglich 6 Euro.

Letztlich geht die Fahrt weiter nach Santana. Hier sehr schön zu sehen das rote Postbüro, das mit Correiros beschriftet ist und daneben eines der unzähligen Cafes, die es in Portugal an jeder Ecke gibt.

Die jetzt erreichte Ortschaft Santana ist berühmt für seine traditionellen und ursprünglichen Häuser:

…zwischen denen wunderschöne blaue Hortensien blühen…

…und in denen sich kleine Andenkenläden befinden. Es gibt auch einen Themenpark, der jedoch nur gegen Entgelt besucht werden kann. Diese von mir fotografierten Häuser liegen jedoch direkt neben der Hauptstraße und sind kostenfrei zu besichtigen:

Und auch mich selber konnte man heute ausnahmsweise fotografieren 😉

Hier fällt der Blick auf den Ort Faial und im Hintergrund links auf das Ponta de Sao Lourenco, das zu Fuß in einer sehr schönen Wanderung erobert werden kann. Ich selber habe diese Wanderung bereits 2 mal gemacht.

Da die Insel Madeira nur wenig Raum zu erobern läßt, ist der Erfindergeist hinsichtlich Parkplätzen sehr groß und macht aus einem Auto auch schon einmal ein Dreirad:

Da ich gerade in der Nähe war, habe ich mir zum Schluß noch einige Zeit auf der Aussichtsplattform des Flughafens Christiano Ronaldo auf Madeira verbracht. In der Tat hat es der Pilot einer Maschine der Fluglinie TAP Portugal im Landeanflug vorgezogen, einen Go-Around zu tätigen, das heißt, durchzustarten und erneut in die Landung zu gehen.

Eine A 320 der deutschen Condor in ihrer nostalgischen Bemalung, der Retro-Livery landete…

…und flog nach etwa einer Stunde wieder zurück nach Deutschland – zum Glück noch ohne mich 🙂

Ich werde noch einige Tage mehr von der wunderschönen Insel Madeira berichten – bleibt einfach dran…