Umbrella Making Centre Chiang Mai

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Das Umbrella Making Centre in Chiang Mai – was erwartet dich?

Gut 10 Kilometer östlich des Stadtkerns von Chiang Mai kannst du das Umbrella Making Centre besuchen. Vom ersten Schritt, dem Spleissen von Bambus oder dem Drechseln des Holzdoms zur Aufnahme der Speichen bis hin zum fertigen Schirm kannst du nicht nur die Fertigung nachvollziehen, sondern auch die früheren und heutigen Geräte und Mechanismen betrachten, mit denen die Schirme noch heute vollständig von Hand hergestellt werden. Möchtest du mehr über das Umbrella Making Centre erfahren? Folge einfach meiner Bilder-Story:

 

Die Speichen des Schirmes werden aus Bambus von Hand gespleisst. Bambus ist durch seine faserige Struktur zum Spleissen hervorragend geeignet und seine Haltbarkeit ist unerreicht.

 

Die gespleissten Speichen werden durchbohrt und auf Band gefädelt. So vorbereitet fügt eine geschickte Frau die einzelnen Speichen geschickt in einen Holzdom ein, der zulässt, daß der Schirm geöffnet und geschlossen werden kann.

 

Mittels Bändern werden die Speichen auf einen identischen Abstand untereinander fixiert. Zusätzlich werden Stabilisierungsspeichen eingearbeitet, mit denen du den Schirm öffnen und schließen kannst. Zur Justierung nehmen die Arbeiterinnen flache Schüsseln – einfach und tricky 🙂

 

Wenn du mit offenen Augen durch die Arbeitsprozesse gehst, wirst du viele Fotomotive finden. Hier siehst du gestapelte Schirme, allerdings noch ohne die Bespannung.

 

Bespannt werden die Schirme mit unterschiedlichen Materialien. Hier seien Bögen aus Papier, das allerdings handgeschöpft ist, genannt. Allerdings auch Seide oder andere durchaus wetterbeständige Stoffe zur Bespannung werden verwendet.

 

Mit viel dünnflüssigem Leim werden die Stoffbahnen aufgebracht und am Dom mit weiteren Stoffstreifen vollendet. HIer wirkt das Material noch transparent, nach der Trocknung ist es jedoch recht opak.

 

Getrocknet werden die Schirme in der Sonne. Es ist tatsächlich so, daß keine Schirme nur mit dem Deckstoff bezogen werden, wenn es nicht bedeckt ist, da die Sonnentrocknung unerlässlich ist.

 

Nach der Trocknung sind die Schirme nicht mehr transparent. Der Rand wird abgeschnitten und beigearbeitet und gelegentlich – wie hier zu sehen – mit leichten Fransen versehen.

 

Abschließend werden manche der Schirme bemalt. Auch dies geschieht von Hand und wenn du Glück hast, kannst du deinen persönlichen Schirm sogar mit deinem Lieblingsmotiv bemalen lassen. Du hast die Gelegenheit, aus vielen Motiven auszuwählen oder auch ein eigenes Motiv auftragen zu lassen.

 

Auch Handyhüllen lassen sich bemalen. Die Motive sind vielfältig und nach nur 10 Minuten kannst du dein persönliches und sehr individuelles Cover in Empfang nehmen. Die Arbeiten sind sehr preiswert, denn deine persönliche Malerei bekommst du für 2,50 – 3 Euro. Auch Handtaschen, Schuhe, Gürtel und weitere Materialien können bemalt werden – und: die Arbeiten sind extrem haltbar.

 

Im Verkaufsraum kannst du letztlich unter unzähligen Angeboten wählen. Nicht nur Schirme, sondern auch Fächer in allen Größen, Gemälde, Holzarbeiten und viele weitere  Arbeiten mehr sind erhältlich – und wirklich alle sind handgearbeitet. Ich habe mir einen Fächer gekauft, der 2,5 Meter Durchmesser hat – für nur 1500 Baht oder umgerechnet etwa 38 Euro.

Die gesamte Ausstellung ist kostenfrei und du wirst nicht auch nur ansatzweise dazu aufgefordert, irgendwelche der dargebotenen Stücke zu erwerben.

Für das Umbrella Making Centre solltest du mindestens 1,5 Stunden Zeit einplanen; besser jedoch 2 – 3 Stunden; insbesondere wenn du die einzelnen Arbeitsschritte genauer verfolgst und dich auch mit den Arbeiterinnen und Arbeitern unterhältst.

Hier kommst du zur Webseite des Umbrella Making Centre.

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